Kamen, 09.09.2017

Freiwillige Feuerwehren der Städte Bergkamen und Kamen führen gemeinsame Einsatzübung durch


Die Freiwilligen Feuerwehren der Städte Kamen und Bergkamen haben am Samstag, den 09.09.2017 gemeinsam den Ernstfall geübt:
Angenommen wurde, dass es während einer Jugend-Veranstaltung mit einer Vielzahl von Personen im ehemaligen Vereinsheim des Kamener Sport Clubs an der Ludwig-Schröder-Straße zu einer Brandentwicklung im dortigen Keller kommt.

Der Brandrauch konnte sich über Bauteilöffnungen weiträumig innerhalb des Gebäudes ausbreiten. Die an der Veranstaltung teilnehmenden Jugendlichen und ihre Betreuer wurden von dem Brand überrascht; zwar gelingt vielen von ihnen die eigenständige Flucht. Bei Eintreffen der ersten Einheiten der Feuerwehr Kamen wurden jedoch 13 Personen innerhalb des verrauchten Vereinsheims vermisst. Zur Unterstützung bei der Menschenrettung und bei der Brandbekämpfung wurden daher umgehend Kräfte der Feuerwehr Bergkamen nachalarmiert.

In der ersten Übungsphase fokussierte sich die Feuerwehr auf die Suche und die Rettung der vermissten Personen. Insgesamt drei Trupps gingen unter Atemschutz in das Gebäude vor. Parallel wurde die Brandbekämpfung eingeleitet und eine Löschwasserversorgung aufgebaut.

Auch die Drehleiter kam zum Einsatz, um die Dachflächen des Gebäudes zu kontrollieren.

Nach etwa anderthalb Stunden konnte die Übung beendet werden. Die Übungsleitung resümierte, dass alle Einsatzziele erreicht werden konnten: Die vermissten Personen wurden gerettet und dem Rettungsdienst zu weiteren medizinischen Versorgung übergeben. Der Brand konnte gelöscht und weiterer Schaden am Gebäude abgewendet werden.

An der Übung nahmen Einheiten der Löschzüge bzw. Löschgruppen
-  Bergkamen-Mitte
-  Bergkamen-Weddinghofen
-  Kamen-Südkamen
-  Kamen-Mitte
mit insgesamt rund 70 Feuerwehr-Angehörigen und 12 Fahrzeugen teil. Unterstützt wurde die Übung durch die Jugendfeuerwehr, deren Angehörige sich als zu rettende »Vermisste« zur Verfügung stellten.
Beobachter der Übung war der Leiter der Feuerwehr Kamen Rainer Balkenhoff.

Ein Fahrzeug der Feuerwehr Kamen musste zwischendurch aus der Übung ausgelöst werden, da ein realer Einsatz im Bereich der Nordenmauer abgearbeitet werden musste; dort liefen aus einem defekten PKW Betriebsstoffe aus und mussten abgestreut werden.

Die Feuerwehren Kamen und Bergkamen führen jedes Jahr eine gemeinsame Übung durch. Die Planung erfolgt wechselweise; in diesem Jahr übernahm die Feuerwehr Kamen die Vorbereitungen. Damit sollen Schadensereignisse, die überörtliche Hilfeleistungen über die gemeinsame Stadtgrenze hinweg erfordern, trainiert und letztlich auch die Kameradschaft gestärkt werden. Denn sowohl die Feuerwehr Bergkamen als auch die Feuerwehr Kamen müssen immer mal wieder Einsätze bewältigen, die gegenseitige Unterstützung erfordern.

Bild "Presseartikel:IMG_2347.JPG"

Bild "Presseartikel:K640_20170909_162436.JPG"

Bild "Presseartikel:K640_20170909_164616.JPG"
(Fotos: Feuerwehr Kamen)

Kamen, 21.01.2017

Jahresdienstbesprechung des Löschzugs 1


Am 21.01.2017 fand in der Feuer- und Rettungswache Mersch unter der Leitung von Löschzugführer Armin Gartmann und seinem Stellvertreter Bernd Piotrowski die Jahresdienstbesprechung des Löschzuges 1 (Kamen-Mitte/Südkamen) der Freiwilligen Feuerwehr der Stadt Kamen statt. An der Jahresdienstbesprechung nahmen zahlreiche Gäste teil, darunter der Bürgermeister der Stadt Kamen Hermann Hupe, der Leiter der Feuerwehr Rainer Balkenhoff, Vertreter des Deutschen Roten Kreuzes, der Polizei und Vertreter aus Rat und Verwaltung.

Die Löschzugführung sowie der Bürgermeister richteten Grußworte an die Feuerwehr und dankten den ehrenamtlichen sowie den hauptberuflichen Angehörigen der Feuerwehr für ihr Engagement und ihren Einsatz zum Wohle der Bürgerinnen und Bürger der Stadt Kamen.

Im Rahmen der Jahresdienstbesprechung wurden folgende Kameradinnen und Kameraden geehrt und befördert:

- Fabian Zainert wurde zum Feuerwehrmann ernannt.
- Julia Grundmann wurde zur Oberfeuerwehrfrau und Muhsin-Yasar Erturan, Lennart Borowek und Jean Michel Trömpert wurden zu Oberfeuerwehrmännern befördert.
- Felix Koppelkamp, Marco Seiter und Felix Demtröder sind nun Unterbrandmeister.
- Markus Holling wurde zum Hauptbrandmeister ernannt.
- Für 35jährige Mitgliedschaft wurde Manfred Hilsmann, für 40jährige Feuerwehrzugehörigkeit wurden Horst Borstädt und Gerald Hüserich geehrt.
- Volker Baca und Peter Bremer werden aus der aktiven Abteilung in die Ehrenabteilung übernommen.
- Für die 15. erfolgreiche Teilnahme am Leistungsnachweis erhielt Thomas Blaschke das Leistungsabzeichen in Gold/ROT.

Viktoria Blaschke, Alex Pätzold und Dominik Sewald werden im Jahr 2017 aus der Jugendfeuerwehr in den aktiven Dienst übernommen, da sie ihr 18. Lebensjahr vollenden.

Der Löschzug 1 leistete im Jahr 2016 insgesamt 156 Einsätze ab (22 mehr als im Vorjahr), die sich wie folgt aufteilen:

96 Brandeinsätze
darunter
32 Brände von/in Gebäuden
13 PKW/LKW-Brände
31 Auslösungen von Brandmeldeanlagen
14 Kleinbrände

60 Technische-Hilfe Einsätze
darunter
21 Verkehrsunfälle
6 Unwetter (Wasser/Sturm)
3 Chemie-Einsätze
7 Öl-Einsätze
3 Gas-Einsätze

Erwähnenswert waren hierbei auch im vergangenen Jahr wieder die zahlreichen Einsätze zur technischen Hilfeleistung bei Verkehrsunfällen auf den Autobahnen.

Zusätzlich zu den Einsätzen mussten im vergangenen Jahr von den Feuerwehrangehörigen 22 Brandsicherheits¬wachen abgeleistet werden, z.B. bei Theaterveranstaltungen in der Konzert-Aula.

Im Jahr 2016 besuchten 20 Kameraden und Kameradinnen des Löschzugs Lehrgänge und Weiterbildungsveranstaltungen.
14 Angehörige des Löschzuges sind auch als Ausbilder auf Stadt -u. Kreisebene tätig.

Derzeit verfügt der Löschzug 1 über 88 aktive Mitglieder, davon sind sechs auch hauptamtlich bei der Feuerwehr Kamen tätig.
Die Jugendfeuerwehr Kamen-Mitte/Südkamen hat derzeit 32 Jungen und Mädchen in ihren Reihen. Der Ehrenabteilung gehören 16 Kameraden an.

In der Löschgruppe Südkamen, die dem Löschzug 1 zugeordnet ist, wurden im Jahr 2016 insgesamt 36 Übungsdienste durchgeführt.
Für die beste Dienstbeteiligung wurden geehrt:
- Meinolf Barthel, Edwin Tillmann und Manuel Ehrensberger mit jeweils 27 Diensten
- Andreas Bock und Nils Kleinschnitker mit je 26 Diensten
- Malte Sichert mit 24 Diensten

Im Löschzug Mitte wurden im Jahr 2016 insgesamt 28 Übungsdienste durchgeführt.
Für die beste Dienstbeteiligung wurden geehrt:
- Stefan Möbus mit 26 Diensten
- Klaus Proll mit 23 Diensten
- Marc Heinrich mit 22 Diensten

Bild "Presseartikel:JDB2017.JPG"
(Foto: Feuerwehr Kamen)

Bergkamen, 01.10.2016

Gemeinsame Übung der Feuerwehren Kamen und Bergkamen


Bergkamen. Am Samstag den 01.10.2016 fand die jährlich stattfindende gemeinsame Übung des Löschzuges 1 der FF Kamen mit dem Löschzug 2 der FF Bergkamen statt. Ausrichter war in diesem Jahr die Feuerwehr Bergkamen. An der Übung beteiligten sich ca. 60 Einsatzkräfte aus beiden Städten. Das Übungsszenario sah vor, dass es auf der Bergehalde "Großes Holz" in einem Jugendzeltlager zu einer Explosion gekommen war und sich dadurch ein Waldbrand entwickelt hat. Insgesamt 11 Jugendliche (dargestellt von Mitgliedern der Jugendfeuerwehr und es Jugendrotkreuzes) hatten durch die Explosion Verletzungen erlitten. Die Einsatzstelle wurde durch die Einsatzleitung in zwei Abschnitte aufgeteilt und es begann umgehend die Menschenrettung und die Brandbekämpfung. Das schwierige Gelände auf der Halde stellte hierbei eine besondere Herausforderung dar, da viele Wege mit den großen Einsatzfahrzeugen nur schlecht befahrbar waren. Um ausreichend Wasser für die Brandbekämpfung zur Verfügung zu haben, wurde mit Hilfe des Schlauchwagens eine Wasserversorgung über eine sogenannte lange Wegestrecke auf die Halde aufgebaut. Parallel dazu wurde das weitläufige Gelände nach den Verletzten abgesucht. Die geretteten Jugendlichen wurden wurden durch etliche Trupps zu einer am Fuß der Halde eingerichteten Patientenablage transportiert wo sie behandelt wurden und dann anschließend fiktiv vom Rettungsdienst in geeignete Krankenhäuser transportiert wurden. Hierzu wurde durch die Einsatzleitung auch das Stichwort "Massenanfall von Verletzten" ausgelöst, welches im Realfall eine Vielzahl von Rettungskräften aktiviert hätte. Nach ca. 2 Stunden waren alle Opfer gerettet und der Waldbrand gelöscht. Im Anschluss an die notwendigen Aufräumarbeiten begaben sich alle Übungsteilnehmer zum Feuerwehrhaus nach Bergkamen-Weddinghofen, wo die Übung in einer gemeinsamen Nachbesprechung ausgewertet wurde. Danach wurde der Abend mit einem gemeinsamen Grillen und der nötigen Kameradschaftspflege ausklingen gelassen. Im kommenden Jahr wird die Gemeinschaftsübung dann unter Regie der Feuerwehr Kamen im Kamener Stadtgebiet ausgerichtet.

Bild "Presseartikel:bk2016_1.JPG"

Bild "Presseartikel:bk2016_2.JPG"

Bild "Presseartikel:bk2016_3.JPG"
(Text u Fotos: Feuerwehr Kamen)


Kamen, 20.08.2016

Gelungene Überraschung für Volker Baca


Kamen. Der Feuerwehreinsatz in der Kamener Oststraße am gestrigen Samstag (20. August 2016) war nicht zu überhören. Glücklicherweise musste der mit allen Fahrzeugen ausgerückte Löschzug Kamen-Mitte keinen Brand löschen - vielmehr bedankten sich die Feuerwehrleute mit der Aktion auf spezielle Weise bei ihrem Kameraden Volker Baca, der altersbedingt Anfang des Monats in die Ehrenabteilung überwechselt ist.
Seinen Samstagabend hatte sich Volker Baca eigentlich ganz anders vorgestellt - mit kurzer Hose saß er zuhause auf dem Sofa und freute sich auf die Sportschau, als er vom gesamten Löschzug Kamen-Mitte sowie einem Fahrzeug mit einer historischen Drehleiter abgeholt wurde. Der 60-Jährige staunte nicht schlecht, als ihn die Kameraden in das historische Fahrzeug brachten, und dann im geschlossenen Verband samt eingeschalteter Martinshörner durch die Kamener Innenstadt fuhren.
Ziel der Tour war die Feuer- und Rettungswache in Kamen-Mitte. Hier musste Baca noch einmal sein Können im Umgang mit der Drehleiter beweisen, in dem er eine Person vom Feuerwehrturm retten sollte. Dabei handelte es sich um Hans Schuhmann, den früheren Jugendfeuerwehrwart der Feuerwehr in der Kamener Partnerstadt Beeskow, mit dem er nach dem Mauerfall die dortige Jugendfeuerwehr neu strukturiert hatte. Beide hatten sich seit vielen Jahren nicht mehr gesehen - um so größer war die Freude, als Baca seinen guten Freund auf dem Feuerwehrturm entdeckte.
1970 trat Baca in Kamen zunächst in die Jugendfeuerwehr ein. 1974 wurde er in die aktive Abteilung übernommen. 18 Jahre war er als stellvertretender Kreisjugendwart im gesamten Kreis Unna aktiv. In dieser Zeit gestaltete er die Arbeit der Jugendfeuerwehr auf Kreisebene aktiv mit. In Kamen war Baca über mehrere Jahre zudem stellvertretender Löschzugführer. Seit 2014 war Baca dazu Stadtjugendfeuerwehrwart in Kamen, in dem Jahr ist er auch zum Brandinspektor befördert worden. Das Amt des Stadtjugendfeuerwehrwarts übergab er 2015 an Brandinspektor Volker Rost, stand diesem aber als Stellvertreter bisher noch zur Verfügung. „In Kamen war er für die Ausbildungen im Strahlenschutz und an der Drehleiter zuständig“, sagt Löschzugführer Armin Gartmann. Folglich war es kein Zufall, dass der 60-Jährige in seiner „Paradedisziplin“ an der Drehleiter sich auch am Samstag keine Blöße gab und die Aufgabe mit Bravour meisterte. Im Januar 2017 wird Baca offiziell im Rahmen der Jahresdienstbesprechung in die Ehrenabteilung verabschiedet.

Bild "Presseartikel:gelungene_ueberraschung_fuer_volker_baca_2_20160821_1396744730.jpg"

Bild "Presseartikel:gelungene_ueberraschung_fuer_volker_baca_40_20160821_1486752705.jpg"
(Text und Fotos: Christoph Volkmer/Kamen.web.de)


Kamen, 25.06.2016

Löschzug 1 führt ganztägige Schwerpunktausbildung "Technische Hilfeleistung" durch


Der Löschzug 1 der Freiwilligen Feuerwehr Kamen führte am vergangenen Samstag, den 25.06.2016 auf dem Gelände der Feuer- und Rettungswache im Mersch eine Schwerpunkt-Ausbildung »Technische Hilfeleistung« durch. Von 9 bis etwa 15 Uhr übten rund 30 Feuerwehrangehörige aus Kamen-Mitte und Südkamen vor Allem das Retten eingeklemmter Personen aus verunfallten Fahrzeugen - in verschiedenen Variationen.
Solcherart Ausbildungen sind unverzichtbar. Denn die Zahl der Einsätze mit technischer Hilfeleistung hat in jüngerer Vergangenheit stark zugenommen. Allein in den ersten vier Monaten des Jahres 2016 musste die Freiwillige Feuerwehr Kamen fünfmal auf die ihr zugewiesenen Autobahnabschnitte rund um das KamenerKreuz ausrücken und
schwerverletzte Menschen aus ihren Fahrzeugen befreien. Bei mindestens vier weiteren Verkehrsunfällen im gleichen Zeitraum wurde die Feuerwehr mit der Vermutung auf Eingeklemmte alarmiert, hier konnten sich die Beteiligten jedoch eigenständig aus ihren Fahrzeugen befreien. Die häufigste Unfallursache ist das Auffahren am Stauende. Oftmals sind es LKW-Fahrer, die vor ihnen zum Stehen kommende Fahrzeuge zu spät bemerken und dann mehrere andere
Verkehrsteilnehmer ineinander schieben. Solche Einsätze stellen für die haupt- und ehrenamtlichen Kameradinnen und Kameraden der Feuerwehr Kamen eine enorme physische aber auch psychische Belastung dar - vor allem bei
schwerstverletzten oder gar toten Unfallbeteiligten.
Die sich fortlaufend ändernde Technik der Fahrzeuge bedingt, dass sich die Feuerwehr ständig weiterbilden muss, um die Qualität technischer Hilfe kontinuierlich auf hohem Niveau halten zu können. Aber auch die Geräte, die der Feuerwehr für die Personenbefreiung und die Fahrzeugbergung zur Verfügung stehen, ändern sich und passen sich dem technischen Fortschritt an.  Unterstützt wurde die Feuerwehr Kamen durch den »Fachberater Bergung« des Kreises Unna Thomas Kollmer, der für den Ausbildungsdienst nicht nur sein Wissen, sondern auch mehrere Übungsfahrzeuge zur Verfügung stellte.

Bild "Presseartikel:25062016_4.JPG"

Bild "Presseartikel:25062016_3.JPG"

Bild "Presseartikel:25062016_2.JPG"

Bild "Presseartikel:25062016_1.JPG"
(Fotos: Feuerwehr Kamen)


www.derwesten.de, 31.01.2012

In Zukunft nur noch Alarm per Funk


Bild "Presseartikel:JDB_2011_Mitte.jpg"

Kamen. 132 Einsätze forderten dem Löschzug Mitte der Feuerwehr 2011 viel ab, so Zugführer Armin Gartmann. Besonders im Gedächtnis geblieben ist ihm ein Einsatz auf der A2, auf der es einmal mehr einen Unfall gegeben hatte. Während der Rettungsarbeiten krachte es erneut am Stauende, wenige Meter vom aktuellen Einsatzort entfernt.

Geplante A1-Baustelle schafft neue Sorgen

„Solche Szenarien sind in Zukunft dank der abgeschlossenen Arbeiten nicht mehr auf der A2 zu erwarten“, hofft Gartmann. „Stattdessen wird wohl die A1 aufgrund einer für 2014 geplanten Baustelle zur neuen ,Problemautobahn’ werden“, fügt er hinzu.

Bei zukünftigen Einsätzen dürfte sich wohl sowieso eine Menge ändern. Neue Funk-Alarmsysteme, die sich in der Endzeit ihrer Probephase befinden, sollen die Sirenen ersetzen. „Wir wollen den Punkt erreichen, an dem Sirenen nur noch zur Warnung der Bevölkerung eingesetzt werden“, so Gartmann.

Womöglich könnte es zudem bald weniger Brandeinsätze geben. Die geplante Rauchmelderpflicht, die Gartmann sehr begrüßt, soll schon bald in Kraft treten. „Dabei hat schon jetzt jeder vierte Haushalt einen Rauchmelder. Das ist eine Entwicklung, die wir nur unterstützen können“, sagt er.

Bei der traditionellen Jahresdienstbesprechung legte Gartmann Zahlen vor. Der Löschzug zählt im Moment 87 aktive Mitglieder, die Jugendfeuerwehr 42 aktive Mitglieder. Elf Mitglieder gehören der Ehrenabteilung an.

Für die Aktiven standen Beförderungen und Ehrungen auf der Tagesordnung. Bastian Jenschke wird an seinem 18. Geburtstag von der Jugendfeuerwehr in den aktiven Dienst übernommen. Lucas Schultze und Marco Seiter wurden zu Feuerwehrmännern ernannt, Nadine Weigelt, Dennis Koglin, Felix Demtröder und Patrick Kaluzza zu Oberfeuerwehrfrau und -mann und Sven Jockheck zum Hauptfeuerwehrmann. Melanie Blex und Andreas Hagenkötter werden nach einem bestandenen Truppenlehrgang zum Unterbrandmeister und zur Unterbrandmeisterin befördert. Andreas Bock darf sich nun Brandmeister nennen, Bernd Piotrowski sogar Oberbrandmeister und Thomas Blaschke ist nun Hauptbrandmeister.

Zum Abschluss wurde dann noch ein Kamerad besonders geehrt: Hauptbrandmeister Jens Gudrian erhielt für seine 25-jährige Dienstzeit das silberne Ehrenzeichen.

Quelle: http://www.derwesten.de/staedte/kamen/in-zukunft-nur-noch-alarm-per-funk-id6299546.html



www.derwesten.de, 22.01.2012

Wachwechsel bei der Feuerwehr


Bild "Presseartikel:JDB_2011_Sued.jpg"

Südkamen. „Leicht ist es nicht – aber es ist der richtige Schritt“, meint Gerd-Otto Sichert. Zehn Jahre war er Löschgruppenführer in Südkamen. 39 Jahre ist er in der Feuerwehr. Er war Jugendfeuerwehrwart, hat den Südkamener Nachwuchs aufgebaut, hatte fast immer Führungsaufgaben. Jetzt tritt er in das zweite Glied zurück – für den Nachwuchs. „Der ist jetzt bereit – es ist der optimale Zeitpunkt“, betont Sichert.

Lange war der Generationenwechsel bei der Freiwilligen Feuerwehr in Südkamen vorbereitet worden. Bei der Jahresdienstbesprechung am Freitag wurde er offiziell. Bernd Piotrowski heißt der neue Löschgruppenführer. Er ist 26 Jahre jung, für die EDV bei der Stadtverwaltung zuständig und war bereits zwei Jahre lang Stellvertreter von Gerd-Otto Sichert. Der neue Stellvertreter ist Andreas Bock und gerade einmal zwei Jahre älter. Der 28-Jährige ist bei der Berufsfeuerwehr in Dortmund. „Die neue Führung bringt die besten Voraussetzungen mit, hat den kurzen Draht zur Verwaltung – und ist voll integriert“, ist Gerd-Otto Sichert stolz auf seine „Ziehkinder“.

Trotzdem weint ein Auge neben dem lachenden. Immerhin hat Sichert in einem Jahrzehnt viel mitbewegt und erlebt. Da waren der Ausbau der Personalstärke, ein neues Löschgruppenfahrzeug, der Umbau des Feuerwehrgerätehauses und das 100-Jährige der Löschgruppe. Der Zusammenhalt mit der Dorf- und Vereinsgemeinschaft wurde enger denn je. Eine Gemeinschaft, in der Bernd Piotrowski und Andreas Bock aufgewachsen sind. „Ich kenne die Kameraden in der Wehr schon seit 15 Jahren – im Dorf waren wir immer überall beteiligt und schon früh in Organisatorisches eingebunden“, meint Bernd Piotrowski. Ihm ist nicht bange vor den Herausforderungen der Zukunft.

Zumal zur letzten Jahresbilanz von Gerd-Otto Sichert von den Schützen bis zum Perthesheim alle Vereine und Gruppen dabei waren, die den besonderen Zusammenhalt in Südkamen prägen. Sogar aus Steinfurt-Borghorst und Ense-Hünningen kamen Kameraden von den seit vielen Jahren befreundeten Löschgruppen. Sie hörten von einem mit 76 Einsätzen „normalen“ Feuerwehrjahr. Die 35 aktiven Wehrleute wurden zu 23 Klein- und zwei Großbränden in Bönen in einer Recyclinganlage sowie in Schwerte in einem Metallwerk und zu fünf Verkehrsunfällen gerufen. Sie befreiten Menschen aus Notsituationen und leisteten 43 Übungs-, 16 Sonderdienste sowie zehn Feuersicherheitswachen. Insgesamt waren sie 3083 Stunden im Dienst– in ihrer Freizeit. Hinzu kamen zahlreiche Aus- und Weiterbildungslehrgänge.

Auch 2012 steht schon einiges auf dem Programm: „Sauberes Südkamen“ am 17. März, das Osterfeuer am Gerätehaus am 8. April, das Aufsetzen des Maikranzes am 30. Mai, das Südkamener Schützenfest vom 22. bis 24. Juni oder das 175-Jährige der Westicker Wehr vom 24. bis 26. August – zum Beispiel.

Quelle:http://www.derwesten.de/staedte/kamen/wachwechsel-bei-der-feuerwehr-id6269895.html



Statt auf einen elektrischen Knopf fürs Martinshorn zu drücken, stieß Gerd-Otto Sichert zünftig in das waschechte kupferne. „Stillgestanden”, brüllte er den in Leinen gewandeten Kameraden in die erstaunten Gesichter. Dann ging's mit Pickelhaube zum fiktiven Brand.

Bild "Presseartikel:IMG_0225_klein.JPG"

So oder ähnlich muss ein echter Brandeinsatz vor 100 Jahren angemutet haben. Als die Feuerwehr Südkamen frisch aus der Taufe gehoben war. Dass Brandbekämpfung damals alles andere als einfach war, musste „Hauptmann” Gerd-Otto Sichert am eigenen Leib spüren: Schon beim Entern der Handdruckspritze von 1878 fiel ihm die Pickelhaube vom Kopf. Die 100 Liter im historischen Tank hätten wohl wenig ausrichten können, hätte beim Zug durch die Gemeinde tatsächlich ein Bauernhof gebrannt. Immerhin hätte der satt herabfallende Regen geholfen. Die Wassermassen bereiteten bereits dem geplanten Fackelzug den Garaus. Das hinderte die Südkamener jedoch nicht daran, ein sattes Jahrhundert freiwillige Rettungsbereitschaft mit vollem Einsatz zu feiern. Das Festzelt bog sich nahezu, um sich offenbar sämtliche 5000 Einwohner für den Dorfabend einzuverleiben. Löschgruppenführer Gerd-Otto Sichert stand am nächsten Morgen die Rührung ins Gesicht geschrieben. „Der Bauhof war sofort zur Stelle und kippte Rindenmulch auf, um das Gelände überhaupt noch begehbar zu machen”, berichtet er.  Wenigstens zwischendurch hatten die Regenwolken ein Einsehen. Die Kinder konnten auf dem Schulhof der Südschule ihre ausgedienten Kuscheltiere oder Lego-Landschaften beim Trödelmarkt feilbieten. Oder sich hinter das Steuer eines DKW-Munga von 1968 setzen – des ersten Geländewagens, der auch für die Südkamener Feuerwehr über die Felder zu brennenden Bauernhöfen jagte. Auch die Westicker Handdruckspritze von 1837 stand neben der „Alten Dame” aus Heeren mit ihrer 18 Meter langen Drehleiter anno 1959 bei der historischen Fahrzeugschau bereit. Das nagelneue Pendant der Oberadener Wehr schraubte derweil angehende Lebensretter in nicht weniger als 32 Meter Höhe. Direkt neben den Miniatur-Ausgaben der echten historischen Einsatzfahrzeuge.  Mit ihrer historischen Handdruckspritze waren die Feuerwehrfreunde aus Borghost im Münsterland angereist. Schließlich treffen sie sich schon seit 5 Jahren regelmäßig mit den Südkamenern. Der Grund dafür ist Martin Vonnahme. Er zog vor 5 Jahren aus beruflichen Gründen von Südkamen in den Kreis Steinfurt. Und tauschte die Südkamener Feuerwehruniform nach 23 Jahren mit der Borghorster. Denn: „Feuerwehr ist mein Leben”, betont er. Die Familie leistet schon seit Generationen in Südkamen freiwilligen Feuerwehrdienst. Seine neuen Kameraden bekamen schnell mit, dass der Kontakt zur heimatlichen Wehr immer noch intensiv war. Und schlossen sich kurzerhand an. „Seitdem treffen wir uns mal hier und mal dort”, erzählt der Borghorster Zugführer Frank Große Leusbrock. Am liebsten demnächst auch für gemeinsame Übungen. Die Borghorster marschierten am Sonntag auch beim großen Umzug mit, den hunderte von Gästen gemeinsam mit den Südkamenern formierten – inklusive historischen Fahrzeugen. Denn die Freunde übernachteten in Südkamen, um drei Tage lang mitzufeiern. Feuerwehrball am Samstag, „Modenschau” mit historischen Uniformen ab 1900, diverse Vereinseinlagen und Rundgänge durch die Baustelle im Gerätehaus inklusive.

Quelle: www.derwesten.de

Bild "Presseartikel:collage.jpg"

Quelle: LG Südkamen und www.kamen-web.de